Podcast: Paulo Freire bei den „Menschen der Angst“ in Tlamacazapa. Elementarbildung in einem mexikanischen Dorf als Weg aus der Unterdrückung.

100x Freire. Diálogos Centenário Paulo Freire. Der Podcast des Paulo Freire Zentrums.
100x Freire. Diálogos Centenário Paulo Freire. Der Podcast des Paulo Freire Zentrums.
Podcast: Paulo Freire bei den „Menschen der Angst“ in Tlamacazapa. Elementarbildung in einem mexikanischen Dorf als Weg aus der Unterdrückung.
Loading
/

Leonie Zelda Klein (Absolventin Masterstudium Internationale Entwicklung) im Gespräch mit Gerald Faschingeder.

Mexiko, 2024: In einem Dorf abseits der großen Verkehrsadern leben ca. 7.000 bis 10.000 Menschen unter schwierigen Bedingungen. Sie alle sind Nachkommen der indigenen Bevölkerung Mexikos und ihre Vorfahren haben das Dorf an einem abgelegenen Ort gegründet, um Gewalt und Unterdrückung im kolonialen Kontext zu entkommen. Der Name des Ortes bedeutet in der indigenen Sprache Náhuatl „Menschen der Angst“.

In einigen Projekten wird versucht, die Lage der Menschen dort zu verbessern. Aus Sicht Paulo Freires ist Ermächtigung zur Selbstverantwortung die Voraussetzung, um solchen Programmen zum Erfolg zu verhelfen. Die Kanadierin Susan Smith bezog sich auf die Schriften Paulo Freires, als sie 1997 die Organisation Atzin gründet. Atzin bietet etwa über ein seit 2016 bestehendes Frühförderprogramm Unterstützung für Familien an, die am oder unter dem Existenzminimum leben und bei staatlichen Bildungsinstitutionen finanziellen und formellen Zugangshürden begegnen.

Leonie Zelda Klein hat sich für ihre MA-Thesis auf den Weg nach Mexiko gemacht, um dieses Programm kennenzulernen und mehr darüber hinauszufinden, vor welchen Herausforderungen es steht. Und vor allem hat sie die Frage beschäftigt, wie denn die beteiligten Frauen selbst das Programm wahrnehmen: Ist es vor oben herab konzipiert? Oder sehen sie es als ihr eigenes Projekt?

Unser Gast:

Leonie Zelda Klein kommt aus Südwest-Deutschland und lebt als schwäbische Binnenmigrantin in München; die letzten Jahre studierte sie in Wien. Sie beschäftigt sich mit globalpolitischen Fragestellungen und speziell mit Mexiko aus intersektionaler und postkolonialer Perspektive.

Leonie Klein hat einen Bachelor-Abschluss in Kulturwirtschaft in Passau und als Master-Studium Internationale Entwicklung absolviert. Sie ist nun in München für den Verein Pakilia wirkt tätig, der sich das Náhuatl-Wort für „Freude geben“ zum Namen gewählt hat.

Weiterführende Links:

Die Organisation Atzin
Der Verein Pakilia wirkt
Wikipedia-Artikel über den Bundesstaat Guerrero
Wikipedia-Artikel über den Drogenkrieg in Mexiko

Veröffentlicht in Paulo Freire, Themen, Podcasts.