Vor 10 Jahren, am 2. Mai 1997, verstarb Paulo Freire in São Paulo. Im Gedenken an sein Leben und Werk wird dieser Abend der Reflexion über die Aktualität seines Ansatzes der Volksbildung gewidmet sein.Paulo Freire war ein bedeutender Volksbildner. Seine Alphabetisierungskampagnen in den Slums und mit LandarbeiterInnen in Brasilien in den 1960er Jahren haben die MachthaberInnen aufgeschreckt. Das Militärregime zögerte nicht, Freire zu verhaften und auszuweisen. Aber Freires pädagogische Praxis und sein Bildungsprinzip der „Bewusstseinsbildung“ richteten sich nicht nur gegen Armut und Ausbeutung, sondern forderten und fordern heute noch die traditionellen Bildungssysteme Europas heraus. Seine Erziehung zur Selbstbefreiung will aus dem Lernen an und in der Lebenssituation vons Einzelnen die Einheit von Denken und Handeln entwickeln. Bildung wird zum Erkenntnisvorgang und zur Veränderung des eigenen Lebens.
Ort und Zeit
Mittwoch, 2. Mai 2007, 18:00 Uhr
Europasaal des Lateinamerika-Instituts, Türkenstr. 25, A-1090 Wien
Programm
Begrüßung durch Stefanie Reinberg, Geschäftsführerin des LAI
Filmische Impressionen mit, zu und über Paulo Freire
Auf den Spuren Paulo Freires Bericht von einem Lokalaugenschein in Nordost-Brasilien von Heidi Hajszan, Diplomandin der Internationalen Entwicklung
Die Welt ist im Werden. Reflexionen zur Aktualität von Paulo Freire von Andreas Novy, wissenschaftlicher Leiter des Paulo Freire Zentrums
Ausklang am Buffet
Veranstalter
Paulo Freire Zentrum für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und dialogische Bildung
LAI Lateinamerika-Institut
Den Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.