Lilly Payer (Teach for Austria-fellow) im Gespräch mit Gerald Faschingeder.
Sprachenvielfalt ist ein fester Bestandteil der schulischen Realität in Österreich. Doch wie schaut es mit der Integration von Schüler*innen mit nicht-deutscher Erstsprache in den schulischen Alltag aus? Insgesamt nicht gut, soweit sind sich viele Studien zum Thema einig. Das Bildungsministerium hat unter Schwarz-Blau ab 2018/19 sogenannte „Deutschförderklassen“ eingeführt, trotz starker und einhelliger Kritik aus der Fachwelt. In diesen Klassen werden Schüler*innen, deren Deutschkenntnisse sich im Screening durch einen ebenfalls kritisch diskutierten Test als unzureichend erweisen, segregiert unterrichtet. Wie erleben die Schüler*innen dieses Modell? Was lässt sich daran aus Sicht der freireanischen Pädagogik kritisieren? Wie könnten die Lebensrealitäten der betroffenen Schüler*innen angemessen, kompetent und gar: ermächtigend berücksichtigt werden?
Unser Gast:
Lilly Payer ist Studierende der Internationalen Entwicklung an der Uni Wien und forschte im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit Schüler*innen einer Deutschförderklasse. Sie arbeitet über die Organisation Teach for Austria als engagierte Lehrerin in einer Mittelschule im 21. Wiener Gemeindebezirk und setzt sich für Bildungs- und Chancengerechtigkeit für alle Kinder in Österreich ein.