Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt über Stadtentwicklung, sozialen Zusammenhalt und Transkulturalität.
Seit 2007 Jahren arbeiteten Paulo Freire Zentrum, WU Wien und Kooperative Mittelschule 18 im Projekt Hauptschule trifft Hochschule zusammen. Aus dieser erfolgreichen Kooperation entstand 2010 im Rahmen der Förderschiene „Sparkling Science“ des Wissenschaftsministeriums ein neues Projekt unter dem Titel „Vielfalt der Kulturen – ungleiche Stadt“. Für dieses Projekt wurde eine eigene Website eingerichtet: www.ungleichevielfalt.at.
Die Stadt ist ein Ort, wo zahlreiche unterschiedliche Kulturen und soziale Schichten aufeinander treffen. Türkische, serbische und österreichische Kinder teilen nicht selten in Wien das Klassenzimmer miteinander und sind auch in ihrem außerschulischen Leben mit kultureller Vielfalt konfrontiert. Soziale Ungleichheiten, wie Hürden bei der Schulaufnahme oder Arbeitslosigkeit der Eltern, spielen eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Vielfalt der Kulturen ungleiche Stadt stellt die Frage, wie gerade Kinder und Jugendliche diese kulturelle Vielfalt und soziale Ungleichheit erleben. Im ersten Jahr stand das Thema Mobilität im Mittelpunkt, für das zweite Jahr wurde gemeinsam ein Themenfeld ausgewählt. Im Mittelpunkt des Projektes standen die persönlichen Erfahrungen der Schüler*innen selbst. Ihr Denken und Handeln sollte erfasst werden und war Ausgangspunkt aller weiteren Forschungen. Wo bewegen sich Mädchen und Burschen in der Stadt? Welche Institutionen fördern oder behindern ihre Entwicklung? Welche Barrieren stehen ihnen im Weg und welche Brücken zwischen verschiedenen Lebensumfeldern können sie bauen?
Beteiligte Schulen
KMS 18, Wien
BG Wien 18, Wien
O Aleksa antic, Seanj, Serbien
Istanbul Lisesi, Caalolu/Istanbul, Türkei
Die Wiener Schulen arbeiteten direkt mit der Wirtschaftsuniversität Wien im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen von März bis Juni 2010 und von März bis Juni 2011 zusammen. Innerhalb dieser zwei Lehrveranstaltungen bildeten sich Gruppen (so genannte Forschungsteams), bestehend aus 3-4 Studierenden und ca. ebenso vielen SchülerInnen der Wiener Schulen, in denen zu eigenen Forschungsthemen zum Jahresthema Mobilität gearbeitet wurde. In den Jahren davor waren beispielsweise mit den Schüler*innen der KMS 18 zum Jahresthema Dialog und Konflikt der Kulturen Forschungsthemen wie Religion oder Mehrsprachigkeit bearbeitet worden.
Die Zusammenarbeit mit den ausländischen Schulen gestaltete sich auf andere Weise. Die Schulen in Serbien und der Türkei sollten zu denselben Forschungsthemen, jedoch an ihr Lebensumfeld angepasst, arbeiten und erhielten in Folge methodische Unterstützung in Form eines Handbuchs für Lehrer*innen. Ebenso gab es eine Internet-Plattform, über die Schüler*innen, Lehrer*innen und Student*innen aller vier Schulen miteinander in Kontakt standen und Ergebnisse austauschen k0nnten.
Kurzfassung+Projektdarstellung.pdf (116.71 KB)
Serbisch_Prevod.pdf (148.01 KB)
Kueltuerlerin cesitliligi.pdf (187.98 KB)
Working Paper des Instituts für Internationale Entwicklung (IE)
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