Lernaustausch & Workshop.
Zeit: Freitag, 16. Mai 2014, 10:00-16:00 Uhr
Ort: Audre Lorde Studio im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung; Sensengasse 3, 1090 Wien
Art: Workshop mit Weltcafé, max. Personenanzahl: 30 Personen
Hier finden Sie den Veranstaltungsbericht! Wie interpretieren wir heute die Pädagogik der Unterdrückten in unsren Projekten? Diese Oficina (bras. für Workshop) richtet sich an MultiplikatorInnen der Bildungsarbeit, die sich an emanzipatorischen Ansätzen orientieren und möchte in erster Linie einen Erfahrungsaustausch ermöglichen: Was können die verschiedenen (mehr oder weniger freireanischen) Ansätze und Projekte voneinander lernen? Gibt es Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte?
In Anlehnung an die öffentliche Abendveranstaltung am Donnerstagabend ist das Ziel der Oficina die Aktualisierung und Weiterentwicklung von freireanischer Bildungsarbeit in einer Welt des stetigen Wandels, die nicht mehr so ist, wie sie Freire erlebt hat.
Programm:
10:00 Uhr
Begrüßung, Vorstellrunde. Präsentation der (mehr oder weniger) freireanischen Projekte (Simone Grosser und Gerald Faschingeder)
11:30Uhr
Mittagspause
12:30 Uhr
Vertiefung: Reflexion unserer Bildungsarbeit, mit musikalischer Untersützung (Paulo Padilha, São Paulo)
14:30 Uhr
Kaffeepause
14:45 Uhr
Weltcafé: Integration unserer Erfahrungen, Vertiefung und Reflexion (Simone Grosser und Gerald Faschingeder)
16:00 Uhr Ende
Im ersten Teil des Workshops wird Paulo Roberto Padilha, Direktor des Instituto Paulo Freire in São Paulo anhand verschiedener Methoden (Musik, Gruppendynamik…) versuchen, den (interkulturellen) Austausch zwischen den TeilnehmerInnen zu fördern. Als Basis seiner Methoden wird seine Dissertation zum Thema „Intertranskulturalität“ dienen. Sein Ziel ist es, die TeilnehmerInnen im Dialog zu ermutigen und somit den Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen freireanischen Interpretationen und deren Umgang in der Arbeitspraxis zu bestärken.
An diesem Teil des Workshops wird ein Weltcafé anschließen. Die Methode Weltcafé ermöglicht einen regen Austausch und vielfältige Diskussionen. Dieser Teil des Workshops knüpft an die Übungen der Abendveranstaltung an, die im kleineren Kreis hier noch vertieft werden.
Paulo Roberto Padilha ist seit 2007 Direktor für institutionelle Entwicklung des „Instituto Paulo Freire“ in São Paulo. Er studierte Pädagogik (1991) und Buchhaltung (1980) an der „Universidade Camilo Castelo Branco“, wo er zwischen 2001 und 2004 auch lehrte. Sein Doktorat in Pädagogik absolvierte er an der „Universidade de São Paulo“. Weitere Lehraufträge folgten. Im Bereich Pädagogik sammelte er vor allem Erfahrungen in den Themen: Städtische Schulbildung, ökopolitische Pädagogik, soziale Partizipation und Curriculum sowie Kommunalbildung. Aktuell ist er außerdem Direktor der „Sociedade da Terra – Centro de Estudos e Vivências para a Vida Sustentável“ (seit 2003) und staatlicher Koordinator der „Associação Brasileira das Organizações Não Governamentais“ (Abong/SP).
Workshop in Deutscher und Brasilianischer Sprache mit (nicht-professioneller, aber engagierter) Konsekutivübersetzung.
Anmeldung unter office@pfz.at.
Das Paulo Freire Zentrum wird im Frühling 2014 zehn Jahre alt. Dies ist Anlass, sich mit der Aktualität seiner Arbeit und einer zeitgemäßen „Pädagogik der Unterdrückten“ auseinanderzusetzen. Eine Absicht dieses Workshops ist es daher, Gegenwart und die Zukunft freireanischer Bildung in Österreich, Europa und auf der ganzen Welt zu reflektieren.

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