Jana Donat, Marlene Wantzen, Tonia Wild (2018):
„PROSA – Projekt Schule für Alle.“ Eine Schule für Alle und die befreiende Bildungsarbeit nach Paulo Freires „Pädagogik der Unterdrückten – Bildung als Praxis der Freiheit“
Aktion&Reflexion Heft 15:_PROSA – Projekt Schule für Alle.pdf
„Wir haben einerseits versucht, uns stets als „zuhörende“ und „nachfragende“ Subjekte in die Forschung einzubringen, um möglichst viel Raum für wahre Kommunikation zu ermöglichen. Wir waren uns aber gleichzeitig bewusst, dass dies auch bedeutet, keine angeblichen Objektivitätsanspruch und Wertfreiheit zu behaupten.
In diesem Sinne schätzen wir im Sinne eines stets im Werden befindenden, zirkulären Forschungsprozess unsere hier dargestellten Ergebnisse vor allem als Zeugnis eines Prozesses ein, der das Ziel hatte, Aktion und Reflektion in einer konkreten Situation zu erproben: Während die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden untersucht wurde, fand auf der Metaebene die Reflexion der Beziehung von ForscherInnen und ForschungspartnerInnen stat. Das Ziel war, jeweils Distanzen zwischen den AkteurInnen zu vermindern und somit einem ‚Bankierskonzept‘ (sei es in der Bildung oder im gesamtgesellschaftlichen Kontext) aktiv Widerstand zu leisten.“
Das Heft 15 der Reihe „Aktion & Reflexion“ ist das verschriftliche Ergebnis eines einjährigen Forschungsprozesses, das gemeinsam mit SchülerInnen und Lehrkräften vom PROSA – Schule für Alle, stattfand. PROSA bietet geflüchteten Menschen mit Aufenthaltsstatus eine Möglichkeit, den Pflichtschulabschluss nachzuholen. Diese Bildungstätigkeit findet im Dreieck von Sozialarbeit – Unterricht – sozialer Inklusionsarbeit/Nachbarschaftsarbeit statt.