AIDS Pandemie bedroht Zukunft Afrikas

Die zukünftige Stabilität Afrikas sei in Gefahr, wenn den Menschen, die mit HIV/AIDS leben, die Behandlung verwehrt werde, sagte der Schirmherr der Kommission für HIV/AIDS und Regieren am 14. Oktober 2004.

Die Kommission steht unter dem Vorsitz der Vereinten Nationen. „Es gibt keinen Hinweis darauf, dass irgendein Land damit begonnen hat, die Herausforderungen für die Planung menschlicher Ressourcen umfassend anzusprechen, die durch die HIV Epidemie entstanden sind“, sagte der frühere Premierminister von Mozambique, Pascoal Mocumbi, dem Afrikanischen Entwicklungsforum in Addis Ababa, Äthiopien. Er fügte hinzu: „Die Zukunft unserer Gesellschaften ist damit verbunden, diese Menschen am Leben zu erhalten. Man kommt nicht darum herum, die Tatsache zu akzeptieren, dass der Verlust an LehrerInnen, ArbeiterInnen im Gesundheitssystem und BeamtInnen in der heute beobachteten Geschwindigkeit Verfall und letzten Endes Kollaps androhen. Die Kosten, mit HIV infizierte Menschen abzuschreiben, sind zu hoch, um sie in Erwägung zu ziehen.“

Pascoal Mocumbi und der frühere Präsident von Zambia, Kenneth Kaunda, sind die zwei Schirmherren der 13-köpfigen Kommission HIV/AIDS und Regieren, die im Jahre 2003 ins Leben gerufen wurde. Sie soll im Juni 2005 UN Generalsekretär Kofi Annan über die Langzeitauswirkungen von AIDS in Afrika berichten und Vorschläge machen, wie mit den damit verbundenen Problemen umgegangen werden könne.

„Wir haben wenig oder keine Information über die mit der Sterblichkeit unter hohen RegierungsbeamtInnen verbundenen Problemen“, sagte Pascoal Mocumbi hunderten Delegierten des Forums. „Welche Effekte haben solche Verluste auf die Bereitstellung von öffentlichen Dienstleistungen, wirtschaftliche Entwicklung und nationale Sicherheit? Ab welchem Punkt könnten Institutionen – oder Staaten als Ganzes – einfach aufhören zu funktionieren?“


Den Vorsitz der Kommission führt K. Y. Amoako, geschäftsführender Sekretär der UN Wirtschaftskommission für Afrika (UN Economic Commission for Africa, ECA). Die Kommission soll den Regierungen praktische Empfehlungen geben, wie die Vorsorge, Behandlungen und Betreuungsprogramme verbessert und ausgebaut werden können und wie ihre nationalen Wachstums- und Entwicklungsstrategien überdacht werden können, meinte Mocumbi. Die Lebenserwartung der mit HIV/AIDS infizierten Menschen zu erhöhen, bleibe Afrika’s größte Herausforderung.

Quelle: Vereinte Nationen

Veröffentlicht in Entwicklungspolitik.