Heidi Grobbauer (Hg.):
Globales Lernen in Österreich – Potenziale und Perspektiven. Ökonomische Krisen & zukunftsfähige Bildung. Dokumentation der Bundes-Fachtagung Wien, 14. Nov. 2013.
(= Aktion & Reflexion. Texte zur transdisziplinären Entwicklungsforschung und dialogischen Bildung; Heft 11). Herausgegeben vom Paulo Freire Zentrum. Wien/Salzburg, Mai 2014.
Aktion&Reflexion Heft 11 (2.22 MB)
Bildung im 21. Jahrhundert kommt nicht umhin, sich mit globalen Entwicklungen und damit auch globalen Krisenphänomenen zu beschäftigen sowie Ideen und Leitlinien einer zukunftsfähigen Entwicklung zu diskutieren. Ökologische Grenzen des Wachstumsmodells stehen dabei ebenso im Fokus wie die Herausforderungen für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft angesichts zunehmender sozioökonomischer Ungleichheiten und kultureller Heterogenität. Welche Rolle und welche Aufgaben kommen Bildung und Bildungssystem zu, wenn wir eine Gesellschaft des sozialen Zusammenhalts und der Gerechtigkeit – global und im Blick auf zukünftige Generationen – anstreben? Kann Bildung einen Beitrag zur Suche nach alternativen Wegen, nach tragfähigen Veränderungen hin zu einer global zukunftsfähigen Entwicklung leisten?
Mit der Fachtagung zu Globalem Lernen 2013 wurde auf die notwendige enge Verknüpfung von Globalem Lernen mit politischer und ökonomischer Bildung hingewiesen. Globales Lernen ist mit seiner inhaltlichen Fokussierung auf Prozesse der Globalisierung und auf globale Entwicklungen, vor allem aber auch mit seiner Perspektive auf globale Gerechtigkeit und eine weltweit sozial und ökologisch verträgliche Entwicklung immer auch ein Lernen über ökonomische Zusammenhänge. Globales Lernen und politische Bildung verbindet die Zielsetzung, Menschen zu politischer Partizipation zu befähigen und sie in ihrer Entwicklung hin zu mündigen (Welt-) BürgerInnen zu unterstützen. Dies beinhaltet heute neben politischer auch ökonomische Analyse- und Urteilsfähigkeit.