Systematisierung von Erfahrungen in österreichischen Foodcoops.

Durch die Unterstützung des Paulo Freire Zentrums und der Grünen Bildungswerkstatt Wien wurde erstmals in Österreich ein kollektiver Reflexions- und Evaluationsprozess nach der Methode der „Systematisierung von Erfahrungen“ durchgeführt. Im Zentrum standen Erfahrungen in österreichischen Foodcoops.


Ein Jahr lang haben Mitglieder verschiedener Foodcoops (= selbstorganisierte Lebensmittel-Einkaufskooperativen) ihre Erfahrungen reflektiert, strukturiert und diskutiert.

Ziel war es, Foodcoop-übergreifend und unterstützt durch die Methode der „Systematisierung von Erfahrungen“ über ehrenamtliches Engagement, Motiviation oder Frust, bessere/freudvolle Zusammenarbeit und vieles mehr nachzudenken.

Als Abschluss des Prozesses werden die gesammelten Erfahrungen nun festgehalten und somit neues Wissen geschaffen. Ein Ergebnis des Prozesses ist beispielsweise eine Schachtel voller „Erfahrungsschatz-Karten“ mit praktischen Anleitungen, wie die Zusammenarbeit in Foodcoops und generell in ehrenamtlichen Gruppen kreativ und konstruktiv gestaltet werden kann.

Hier geht’s zu den Schatzkarten: Erfahrungsschatzkarten

Ein weiteres, besonders schönes Ergebnis der Prozesses stellt die brandneue Publikation unserer Reihe „Aktion&Reflexion“ dar, die im Jahr 2016 dem Systematisierungsprozess der Foodcoops gewidmet wurde!

Hier geht’s zur Publikation: Aktion&Reflexion – Erfahrungsschatz von Foodcoops (1.94 MB)

 

Neugierig, mehr zu erfahren? In einer abschließenden Veranstaltung wurden die Ergebnisse des Prozesses präsentiert! 

In einer abschließenden Veranstaltung am 17. November 2016 wurde „Systematisierung von Erfahrungen“ als Methode zur Umsetzung eines kollektiven Lernprozesses nun einem breiteren Publikum vorgestellt:

Mittels Kurzinputs, Theatergeschichten und Tischgesprächen wurde eingeladen, sich über Foodcoops und die Methode – ursprünglich aus der lateinamerikanischen „educación popular“ („Volksbildung“ nach Paulo Freire) kommend – zu informieren und über die Ergebnisse des Reflexionsprozesses zu diskutieren. In der Pause gabe es ein feines Buffet mit Produkten der Foodcoops, und viel Gelegenheit zum gemeinsamen Weiterdenken.

Hier gehts zum Bericht: https://www.pfz.at/article1881.htm

 


 

Anmerkung zur Methode:

In Workshops sammeln die Mitglieder ihr geteiltes Wissen über die Erfahrungen eines gemeinsamen Projektes oder einen Prozesses. Das oft unbewusste Erfahrungswissen wird an die Oberfläche gebracht und kollektive Handlungen und Vorgehensweisen werden reflektiert. Aus der „educación popular“ („Volksbildung“ nach Paulo Freire) kommend ist das Ziel der Methode, Gruppen zu stärken. Grundlage war unter anderem die Publikation: „Verstehen, was wir tun – Systematisierung von Erfahrungen als partizipativer Lernprozess“ von Elisabeth Schmid und Anton Luger im Heft 12 der Reihe „Aktion & Reflexion – Texte zur transdisziplinären Entwicklungsforschung und Bildung“, Wien: Paulo Freire Zentrum, Juni 2015:  Aktion&Reflexion Heft 12

 


 

Ein Projekt des Paulo Freire Zentrums, der Grünen Bildungswerkstatt Wien und verschiedener Foodcoops aus ganz Österreich.

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Veröffentlicht in Aktivitäten, Sozial-ökologische Transformationen.