Möglichkeiten und Grenzen einer alternativen Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Zeit: Dienstag, 7. Dezember 2004, 18.30
Ort: Afro-Asiatisches Institut, Großer Saal, Türkenstr. 3, 1090 Wien
Es diskutieren:
Carolus Wimmer, Direktor für internationale Beziehungen des venezolanischen Parlaments
René Kuppe, Professor am Institut für Recht und Religion, Universität Wien
Zoraida Nieto, Sozialwissenschafterin aus Venezuela
Die Diskussion findet in deutscher Sprache statt.
Hugo Chavez wurde 1998 zum Präsidenten Venezuelas gewählt. In der
Folgezeit war das Verhältnis zwischen ihm und der Opposition
konfliktreich. Der Höhepunkt wurde im April 2002 mit der gewaltsamen
Absetzung von Chavez und der Rückkehr des Präsidenten an die Macht nach nur 48 Stunden erreicht.
Chavez wird von der rechtsgerichteten Opposition, Unternehmern, Grundbesitzern und der Kirche, ein autoritärer Führungsstil und eine fehlgeleitete Wirtschaftspolitik vorgeworfen. Die Opposition erhält logistische und finanzielle Unterstützung durch USA. Im August 2004 ist ein von der Opposition eingeleitetes Referendum über die Amtsenthebung von Chavez gescheitert.
Das sind die Informationen, die wir in Europa über Venezuela aufgrund
von Medienberichten erhalten.
Was sind die Hintergründe für den Konflikt zwischen Regierung und Opposition, welche Rolle spielt die indigene Bevölkerung, welche Rolle spielen die Medien? Welche Unterschiede gibt es zwischen der Wirtschaftspolitik der Regierung Chavez zu ihren Vorgängern?
Organisiert von Attac, Bolivarianischer Zirkel, IGLA und der Gruppe "Hands off Venezuela"