Hat die 7. Entwicklungstagung 2017 zu einem besseren Verständnis unserer Welt und sozial-ökologischen Umbrüchen beigetragen? Die Ergebnisse des Online Feedbacks geben Einblicke in die Erfahrungen und Eindrücke der TeilnehmerInnen.
Erfüllung hoher inhaltlicher Ansprüche.
Der Onlinefragebogen der 7. Entwicklungstagung zum Thema „Sozial-ökologische Transformationen jetzt!“ wurde von 151 der 312 vorwiegend weiblichen Teilnehmenden ausgefüllt. Um möglichst viele Menschen anzuregen, sich am entwicklungspolitischen Diskurs zu beteiligen, findet die Tagung alle drei Jahre in einem anderen Bundesland außerhalb Wiens statt. Im Feedback der letzten Tagung gaben 68,87% der Befragten an, zum ersten Mal an einer Entwicklungstagung teilgenommen zu haben.
Darüber hinaus war die Mehrheit der Umfrageteilnehmenden der Meinung, dass „diese Entwicklungstagung einigermaßen dazu beigetragen hat, die Welt von heute besser zu verstehen“. Dieser Aspekt war vor allem in der Gruppe der öffentlichen Institutionen relevant.
Die Statistik zeigte, dass 52,76% der Befragten meinten, dass sie die auf der Tagung gemachten Erfahrungen und Denkprozesse auch in ihrem beruflichen und/oder privaten Alltag verwerten können. Insofern wurde die Tagung ihrem Anspruch, einer inhaltlichen Weiterentwicklung im Rahmen eines kollektiven Lernprozesses, um neue Anstöße für eine zeitgemäßere Praxis zu erhalten, gerecht. Die Teilnehmenden vernetzten sich auf der Konferenz vorwiegend aus den universitären und zivilgesellschaftlichen Bereichen, wodurch der Diskussionsraum für ein breites Spektrum an Perspektiven nicht nur zur Verfügung gestellt, sondern auch aktiv genutzt werden konnte. Darüber hinaus beurteilten die Befragten die besuchten Workshops mehrheitlich als positiv. Insgesamt konnten die inhaltlichen Erwartungen der Tagungsteilnehmenden also zufrieden gestellt werden.
Organisatorische Abläufe.
Die Organisation der Entwicklungstagung wurde von den Umfrageteilnehmenden durchwegs positiv wahrgenommen, wobei einzelne Punkte der Tagungsorganisation unterschiedliche Bewertungen erhielten. Das Buffet am Eröffnungsabend stach in dieser Statistik besonders positiv hervor, da es vorwiegend als ausgezeichnet beurteilt wurde. Darüber hinaus erreichten die „Informationen im Vorfeld“ und der „Check In“ vor Ort hohe Zufriedenheitswerte. Im Gegensatz zur Verpflegung am Samstag-Mittag und des Abend-Angebots am selben Tag, wo viele Stimmenthaltungen registriert wurden. Darüber hinaus erhielt das zusätzliche Rahmenprogramm in Form von Infoständen, UmweltKrimi (AutorInnendialog), Musik von den Rosetti Sisters, Theater mit interACT und die Rahmenmoderation ausgezeichnete Bewertungen.
Qualitatives Feedback.
Bei den ausformulierten Anmerkungen zeigte sich, dass trotz der mäßigen Akustik in der Aula die internationalen Vortragenden den Befragten imponierten. Speziell die „Stimmen aus dem Süden“ und weibliche Referentinnen wurden als positiv empfunden. Donna Andrews, Moema Miranda, Tessa Khan erlangten besonders hohe Resonanz im Feedbackfragebogen. In der Durchführung der Workshops wurde von den Befragten mehr Zeit gewünscht, um die Inhalte noch detaillierter besprechen zu können. Zudem regte eine Umfrage-Teilnehmende an, Raum und Zeit für einen „Open Space“ zur Verfügung zu stellen, um noch nicht behandelte Themenbereiche zu diskutieren oder bereits besprochene Inhalte zu vertiefen. Anschließend wurde das bereits ins Auge gefasste Schwerpunktthema „Ungleichheit“ der nächsten Entwicklungstagung als wichtig und relevant bewertet.
Die Autorin ist Praktikantin im Paulo Freire Zentrum. Reaktionen bitte an redaktion@pfz.at