Das Paulo Freire Zentrum, die Arbeitsgemeinschaft
Entwicklungszusammenarbeit (AGEZ) und die Johannes Kepler Universität
Linz laden anlässlich der Dritten Österreichischen Entwicklungstagung
2005 zu einer Auftaktpressekonferenz.
Die Pressekonferenz am 17.11.2005 um 11:30 im Ursulinenhof in Linz wird der Beginn einer intensiven
entwicklungspolitischen Auseinandersetzung sein.
Paul Singer, Staatssekretär für solidarische Ökonomie im Arbeitsministerium Brasiliens, und die Linzer Soziologin Veronika Wittmann präsentieren ihre Positionen zum Tagungsthema "Eigentum anders". PolitikerInnen des Gastgeber-Bundeslandes Oberösterreich reagieren darauf.
Als GesprächspartnerInnen stehen zur Verfügung:
Doris Eisenriegler
3. Präsidentin des OÖ. Landtags, entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen OÖ
Gerald Faschingeder (Moderation)
Direktor des Paulo Freire Zentrums
Erich Gumplmaier
Landessekretär des ÖGB Oberösterreich
Paul Singer
Staatssekretär für solidarische Ökonomie im Arbeitsministerium Brasiliens
Josef Stockinger
Landesrat, zuständiges Regierungsmitglied für Entwicklungszusammenarbeit in der oberösterreichischen Landesregierung
Veronika Wittmann
Abteilung für Politik und Entwicklungsforschung, Institut für Soziologie, J.K. Universität Linz
Dritte Österreichische Entwicklungstagung: 18.-20. November 2005, Linz
Hintergrund der Tagung: Mögliche Entwicklungschancen werden durch die Formen des Eigentums bestimmt. Doch die stark vorangetriebene Privatisierung sozialer Dienste verschärft die soziale und regionale Polarisierung und trifft vor allem die Nicht-EigentümerInnen, genauer gesagt die Armen. Das Recht auf ein gutes Leben kann nur dann gewährleistet werden, wenn alle Menschen die Ressourcen nützen können, die sie für ihr Leben benötigen.
Die Dritte Österreichische Entwicklungstagung, zu der die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (AGEZ), das Paulo Freire Zentrum und die Johannes Kepler Universität Linz ExpertInnen und Interessierte einladen, nähert sich dieser Thematik aus einer weltweiten Perspektive und versucht Konzepte und Strategien zu entwickeln, wie Eigentum nicht ausschließend wirken kann. Als Voraussetzung für ein gutes Leben müssen die Nutzungsmöglichkeiten und nicht das Besitzen von Gütern gesichert werden.
Die Vorträge der ReferentInnen versprechen diese Tagung zu einer spannenden Auseinandersetzung mit dieser durchaus schwierigen Thematik werden zu lassen. Paul Singer, Staatssekretär für solidarische Ökonomie im Arbeitsministerium Brasiliens, wird Freitagabend den Eröffnungsvortrag zum Thema Entwicklung für alle. Solidarische Ökonomie und neue Formen des Eigentums. halten.
Darlina Tyawana, New Women’s Movement, South Africa, wird beim zweiten Hauptvortrag das Thema Der Traum vom Eigentum. Oder: Was helfen könnte, die Eigentumsfrage zu lösen. behandeln.
Der dritte Hauptvortrag, gehalten von Andreas Novy, Obmann des Mattersburger Kreises und wissenschaftlicher Leiter des Paulo Freire Zentrums thematisiert Was ist Eigentum? Aufforderung zu neuen Zugängen. Die anschließend angebotenen Foren und Workshops ermöglichen eine weitere Vertiefung zu diesem Thema.
Auftaktpressekonferenz zur
Dritten Österreichischen Entwicklungstagung
"Eigentum anders"
17. November 2005
11:30 bis 12:30 Uhr
Ursulinenhof – Saal B
Landstraße 31 in Linz