Fachworkshop mit Klaus Seitz
Zeit: Di., 14. Oktober 2014, 9.00 – 16.00 Uhr
Ort: Seminarraum von KommEnt, Elisabethstraße 2, 5020 Salzburg
Anmeldung bis 8. Oktober unter office@komment.at „Pädagogische Pessimisten dürften sich wundern, welche Hoffnungen hier erneut in die innovative Kraft der Bildung gesetzt werden. Kann Bildung tatsächlich ein Motor sein für weitreichende gesellschaftliche Veränderungen, die mit einer sozial-ökologischen Trans-formation verbunden sind und die an die Wurzeln unserer Wirtschafts- und Lebensweise gehen?“ (Klaus Seitz)
1944 verfasste der österreich-ungarische Wirtschaftssoziologe Karl Polanyi das Buch „The Great Transformation“ über den tiefgreifenden Wandel der westlichen Gesellschaftsordnung im 19. und 20. Jahrhundert. Mit der „Warenfiktion“ von Arbeit, Boden und Geld entstand, so Polanyi, die zerstörerische Wirkung der Great Transformation, als „… Transformation der natürlichen und menschlichen Substanz der Gesellschaft in Waren“.
Anknüpfend an dieses Standardwerk hat der wissenschaftliche Beirat der deutschen Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) 2011 seinen Bericht unter den Titel: „Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ gestellt. Der WBGU führt darin die Notwendigkeit einer Wende von der fossilen zur postfossilen Gesellschaft vor Augen und plädiert für einen neuen Gesellschaftsentwurf, der eine Kultur der ökologischen Verantwortung mit einer Kultur der sozialen Teilhabe und der Zukunftsvorsorge kombiniert.
In diesem epochalen Wendeszenario werden Bildung und Wissenschaft eine zentrale Rolle beigemessen. Der WBGU tritt nachdrücklich für eine „transformative Bildung“ ein, die die Potenziale für die innovative Lösung der Herausforderungen und für die Gestaltung des Umbaus stärkt.
„Das Warten auf die großen politischen Weichenstellungen verstellt den Blick auf das, was wir heute schon tun können.“ (Klaus Seitz)
ExpertInnen und MultiplikatorInnen der Bildungsarbeit treffen einander bei diesem Workshop, um zu diskutieren, was die Impulse des Vorabends für ihren Arbeitskontext bedeuten.
Wie kann Bildungsarbeit aussehen, die sich als transformativ versteht? Wie sollen gesellschaftliche Transformationen thematisiert werden? Was bedeutet dies für Globales Lernen, was für interkulturelle Bildung?
Muss Bildung selbst auch transformiert werden, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden?
Ziele
- Vertiefende Diskussion der Impulse aus der Vortrag vom Vorabend
- Austausch über Perspektiven für eine „transformative Bildung“
Programm
9.00 Uhr Begrüßung, Vorstellrunde unter Bezugnahme auf den Vorabend
10.00 Uhr „Den Wandel wagen.“ Provokative Thesen,
präsentiert von Klaus Seitz
anschließend Diskussion im Plenum
12.00 Uhr Mittagsimbiss
13.00 Uhr „Den Wandel wagen“: Perspektiven für die Bildungsarbeit, gemeinsam erarbeitet
15.30 Uhr Abschlussrunde im Plenum
16.00 Uhr Ende
Moderation: Heidi Grobbauer, KommEnt
Veranstalter:
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Links:
https://www.trafo-comic.blogspot.de/2013/02/buchinformation.html