Die Ökonomisierung des Wissens in der globalen Informationsgesellschaft
Präsentation vom Journal für Entwicklungspolitik (JEP) 2/2013 und Diskussion mit:
- Thomas R. Eimer (Radboud Universität, Nijmegen)
- Alice Vadrot (Universität Wien, ICCR Foundation)
- Oliver Prausmüller (Arbeiterkammer Wien)
- Moderation: Werner Raza (ÖFSE)
Zeit: Montag, 18. November 2013, 18.00-20.00 Uhr
Ort: Alois-Wagner-Saal im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien
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Der weltweite Prozess der Ökonomisierung von Wissen und Wissensverbreitung wurde seit den 1990er Jahren auch mit den internationalen Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) vorangetrieben. Wissen – etwa im Bereich kultureller und technologischer Erfindungen – wurde, reduziert auf „geistige Eigentumsrechte“, im Kontext des TRIPS-Abkommens verhandelt und abgesichert. Im Rahmen der GATS-Verhandlungen wurde angestrebt, die vielfältigen Praktiken der Verbreitung von Wissen – etwa im Bereich Biodiversität, Medien oder Bildung – als handelbare Dienstleistungen zu standardisieren. Diese Prozesse verliefen jedoch nie widerspruchsfrei. Umkämpft war ebenso die konkrete Ausgestaltung der internationalen Abkommen wie deren Umsetzung in unterschiedlichen Ländern im globalen Norden und Süden. Im Rahmen der Diskussionsveranstaltung werden neuere Entwicklungen dieser Prozesse vorgestellt. Diskutiert wird dabei auch die Rolle unterschiedlicher – transnationaler, nationaler, lokaler – Akteure im globalen Süden und Norden und deren Perspektiven sowie die Frage nach möglichen Handlungsspielräumen.