CALL: JAHRESTREFFEN ENTWICKLUNGSFORSCHUNG
Entwicklung im Umbruch.
Perspektiven österreichischer Entwicklungsforschung
Zeit: Fr., 7. März 2014
Ort: Großer Saal des OeAD, Erdgeschoß, Ebendorferstraße 7, 1010 WienCall for proposals
Die Vorbereitungsgruppe des Jahrestreffens Entwicklungsforschung 2014 lädt EntwicklungsforscherInnen in Österreich ein, sich mit Vorschlägen für Beiträge einzubringen.
Das Thema der Veranstaltung lautet „Welt im Umbruch – Blitzlichter aktueller Entwicklung“.
Hinweis: Damit greift dieses Treffen die Thematik des Eröffnungsabends der 6. Österreichischen Entwicklungstagung (14.-16-11.2014, Salzburg) auf und dient als eine ihrer Vorveranstaltungen.
Beiträge können kürzere oder längere Inputs (max. 30 min) sein, Posterpräsentationen, Blitzlichter aus der eigenen Forschung etc.
Einreichungen bitte bis 26. Jänner 2014 an Gerald Faschingeder senden: gerald.faschingeder@paulofreirezentrum.at
Aus den eingelangten Vorschlägen wird die Vorbereitungsgruppe ein Programm für die Veranstaltung zusammenstellen.
Hintergrund:
Ausgehend von der Dialogrunde Entwicklungsforschung haben in den letzten Jahren einige Treffen der AkteurInnen österreichischer Entwicklungsforschung stattgefunden – 2008 in Innsbruck, 2009 in Salzburg, 2010 in Linz und 2012 in Graz. (siehe https://entwicklungsforschung.at/ueberuns/publikationen.htm)
Die Veranstaltung knüpft an diese Jahrestreffen an. Sie soll dazu beitragen, sich über die Befassung österreichischer Einrichtungen der Entwicklungsforschung mit dem Thema „Welt im Umbruch “ auszutauschen und auf diese Weise die Vernetzung von österreichischen AkteurInnen der Entwicklungsforschung unterstützen.
Ziel:
Das Jahrestreffen der Dialoggruppe Entwicklungsforschung dient dem Austausch über unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge. Ein besonderes Anliegen besteht darin, natur- und sozialwissenschaftliche Fachbereiche in Dialog zu bringen. Überschneidungen und Abgrenzungen, aber auch neue Möglichkeiten der Verknüpfung von Forschungsfragestellungen sollen auf diese Weise sichtbar werden.
Zum Inhalt:
Inhaltlich beschäftigt sich das Treffen der Entwicklungsforschung mit den Themen des Eröffnungsabends der Entwicklungstagung. Nachfolgend werden diese Themen anhand eines Auszugs aus dem Tagungsprogramm dargestellt:
Welt im Umbruch – Blitzlichter aktueller Entwicklung
Die Welt ist im Umbruch, kein Zweifel. Dies wirft weitreichende und viel diskutierte Fragen auf: Welche Umbrüche werden die globalen Verhältnisse grundlegend verändern, wie und mit welchen Konsequenzen? Neben Weltwirtschaftskrise, globaler Migration und Klimakrise sind es neue soziale Kämpfe, die globale Aufmerksamkeit erlangen.
In diesem ersten Plenarteil soll ein Mosaik unterschiedlicher Dynamiken entstehen, das Einblicke in die gegenwärtigen Entwicklungsprozesse und ihre Widersprüche ermöglicht und so beispielhaft die Komplexität heutiger globaler Entwicklungen darstellt.
Die folgenden vier Betrachtungsfelder stehen im Fokus. Beiträge, die Schnittstellen zwischen ihnen oder auch übergreifende Themenfelder wie Gender und Migration betreffen, sind ebenso willkommen!
a. Die politische Bühne: Demokratie, Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und Politikentwicklung
Erleben wir derzeit bspw. mit der occupy-Bewegung und dem „Arabischer Frühling“ einen neuen Schub an Demokratisierung? Wie sind die jüngeren sozialen Bewegungen einzuordnen? Haben sich die Gesichter der Zivilgesellschaft verändert? Oder aber hat sich die Forscherlinse zum Thema Zivilgesellschaft verändert? Inwieweit hilft uns das westlich geprägte liberal-demokratische Modell von Zivilgesellschaft, Transformationsprozesse z.B. in Ländern des globalen Südens zu verstehen? Wo stoßen wir als ForscherInnen mit unserer Idee von Zivilgesellschaft an Erklärungsgrenzen?
b. Konflikte, Kriege & Gewalt
Der Syrienkonflikt ist nur einer von mehreren Schauplätzen, die zeigen, dass die aktuelle Weltordnung keine friedliche ist. Wie haben sich Konfliktmuster in der jüngsten Zeit verändert? Welche Rolle spielen dabei aktuelle „Umbrüche“ der Weltwirtschaft, politische Machtverhältnisse und soziale Kämpfe, Migration oder auch ökologische Grenzen des Wachstums?
c. Ökonomie, Wohlstand & Armut
Der Aufstieg der BRICS-Staaten wie auch die Krise in Südeuropa verändern die Landkarte der Verteilung von Reichtum und Armut. Wie wirken sich aktuelle Veränderungen der ökonomischen Verhältnisse auf Wohlstandsentwicklungen sowie neue Formen von Armut aus? Welchen Entwicklungsmodellen und Paradigmen folgt die globale politische Ökonomie? Welche Vorstellungen und Forderungen setzten soziale Bewegungen dem entgegen?
d. Ökologie, Klima & Energie
Der Peak-Oil wie der Peak-Everything nähern sich, während die globale Temperaturerwärmung unumkehrbar scheint. Während „Nachhaltigkeit“ zum allgegenwärtigen Gütekriterium und Entwicklungsparadigma erhoben wird und gleichzeitig einem dominanten Modernisierungsstreben gegenübersteht, gelangen die Klimakonferenzen weiterhin zu keinem Durchbruch. Welche Forschungen zu Energie- und Klimafragen werden in der österreichischen Entwicklungsforschung betrieben? Welche Perspektiven werfen sie auf die aktuellen Zusammenhänge ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit? Welchen Beitrag können sie zur Minderung von Folgeschäden oder zur Anpassung an neue ökologische Herausforderungen leisten?
Design der Veranstaltung:
Aus den auf diesen call hin einlangenden Vorschlägen wird die Vorbereitungsgruppe ein Programm für die Veranstaltung zusammenstellen.
Das Treffen wird zum einen verschiedenen Inputs und Präsentationen Raum geben; zum anderen steht der Austausch im Vordergrund, der mittels Methoden wie Weltkaffee o.ä. erfolgen soll.
Organisatorische Hinweise:
Die KEF hat sich freundlicherweise bereit erklärt, als Gastgeberin zu fungieren.
Die Anmeldung ist ab Mitte Jänner über diese Website möglich.
VeranstalterInnen:
CDR – Center for Development Research
IE – Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien
KEF – Kommission für Entwicklungsforschung bei der OeAD GmbH
Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten
ÖFSE – Österr. Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung
Paulo Freire Zentrum


