Ein Beitrag zur Nachhaltigkeitswoche 2023 der PH Tirol.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) versteht sich als transformatives Konzept, das angetreten ist, einen Beitrag zur Rettung der Welt zu liefern. Wo Politik versagt, möge Bildung endlich helfen, so die Hoffnung. Doch um die Ziele der BNE, „ein friedliches, solidarisches Zusammenleben in Freiheit und Wohlstand sowie in einer lebenswerten Umwelt“, zu erreichen, braucht es eine profunde Kritik des westlichen Wachstumsnarrativs und ein Denken in systemischen Alternativen.
Aus dem Globalen Süden gibt es zahlreiche Stimmen, die eine weitreichende Systemtransformation fordern, in unseren Breitengraden aber kaum Gehör finden. Der brasilianischen Befreiungspädagoge Paulo Freire (1921-1997) war einer der zentralen Theoretiker*innen, die über Macht und Ohnmacht, Wissen und Befreiung geschrieben und dabei auch viel verändert haben. Dieser Beitrag stellt neben den Impulsen Paulo Freires und bell hooks (1952-2021) auch Konzepte für systemische Alternativen vor: Buen Vivir, Degrowth, gemeinschaftliches Eigentum, Ökofeminismus oder Deglobalisierung sind Zugänge, die danach verlangen, auch auf die Bildungsebene bezogen zu werden.