Jana Sanskriti in Indien ist die weltweit größte „Theater der Unterdrückten“-Bewegung neben Brasilien, der Geburtsstätte dieser Theaterform. Sanjoy Ganguly, Mit-Initiator der Bewegung, erzählt mit Geschichten die Geschichte von Jana Sanskriti. Er gibt tiefen Einblick in seine Erlebnisse, sein Wissen und Reflexionen. Birgit Fritz, die mit Ganguly seit 2005 zusammenarbeitet, machte seinen reichen Erfahrungsschatz nun auch für den deutschsprachigen Raum zugänglich.
Einer „Herrschaft des Büros” sei die Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften in Österreich verschrieben. Grund dafür: Die jahrzehntelange Tradition der Sozialpartnerschaft in Österreich. In dem hier rezensierten Buch „Betriebsratsrealitäten. Betriebliche Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften und Betriebsräten im Kontext der Globalisierung” (2010) analysieren Mario Becksteiner, Elisabeth Steinklammer und Florian Reiter die Machtpotenziale von Gewerkschaften und Betriebsräten angesichts neoliberaler Verhältnisse.
2013 wird eine neue gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) beschlossen. Das Buch „Ernährungssouveränität“, herausgegeben von Gérard Choplin, Alexandra Strickner und Aurélie Trouvé, ist ein Manifest für ein radikales Umdenken in der Agrarpolitik, das sich für eine alternative, gerechte und gesunde Form der Landwirtschaft einsetzt. Eine Rezension.
Die Ökonomin Cornelia Staritz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), schildert im Interview die Problematik deregulierter Finanzmärkte, die vielfältigen Ursachen der derzeitigen Krise und warum wir uns gerade jetzt die Frage stellen sollen, welches Europa wir eigentlich wollen.
Mehr als 600 Menschen aus 34 europäischen Ländern kamen heuer von 16. bis 21. August 2011 in Krems zum ersten Europäischen Forum für Ernährungssouveränität zusammen. Diskutiert wurde, wie ernährungs-souveräne Lebenspraxen gestaltet und wie das Konzept der Ernährungs-souveränität auf politisch-institutioneller Ebene verankert werden können.
Um „Sans-papiers“ ging es bei der Veranstaltung des Prekär-Cafes am 14. Juli 2011 mit Pfarrer Schädelin in den Räumen der katholischen Sozialakademie. In der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt, ob es wirklich so einfach sei mit der theologischen Begründung des Engagements für die Sans-papiers.
"Sans-papiers " (ohne Papiere) lautet die abfällige Protokollnotiz französischer Bürokraten für Menschen ohne Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Die so Gebrandmarkten eigneten sich diesen Makel in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts als Selbstbezeichnung an. Um "Sans-papiers" ging es bei der Veranstaltung des Prekär-Cafes am 14. Juli 2011 mit Pfarrer Schädelin in den Räumen der katholischen Sozialakademie.
Elmar Altvater hat mit "Der große Krach" ein lautes Buch vorgelegt. Es geht um die mehrfachen Krisen, denen die Menschheit derzeit ausgesetzt ist: Finanz- und Wirtschaftskrise, Hunger- und Klimakrise. Für Altvater steht fest: Es wird einen großen Krach geben, und es hat auch schon ordentlich gekracht.
Nach den teilweise erfolgreichen Protesten im arabischen Raum seit Beginn diesen Jahres, stellt sich nun die Frage, wie sich die arabisch-islamische Welt politisch und gesellschaftlich organisieren wird. Um der Antwort ein Stück näher zu kommen, lud das VIDC (Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit) am 16. März 2011 zur Diskussion ins Haus der Musik.
Was sind zukünftige Trends der europäischen Entwicklungspolitik? Wie kann auf europäischer Ebene gezielt gehandelt werden? Diesen Fragen widmete sich am Abend des 15. Februars 2011 eine Veranstaltung der ÖFSE.
Nun hätten wir das Recht auf Mitbestimmung durch demokratische Wahlen erreicht, doch das Interesse, politische Nachrichten zu verfolgen, ist gering. Der Trend der Verweigerung politischer Informationen wird im Buch „Verweigerer – Leben ohne Politik“ von Nina Werlberger wissenschaftlich aufgearbeitet.
Der Vertrag von Lissabon trat am 1. Dezember 2009 in Kraft und stellt eine reformierte Version des EU- und des EG-Vertrags dar. Durch Änderungen der Militärpolitik der EU keimen in friedenspolitischen Kreisen kritische Gedanken und führen zu Diskussionen um die Zukunft der EU.
Dass die ALBA vorwiegend auf sozialpolitischer und weniger auf wirtschaftlicher Ebene wirksam ist, darüber waren sich die ReferentInnen des runden Tisches am 12. November einig. Im Rahmen der ALBA Tage diskutierten sie über Perspektiven und Widersprüche des lateinamerikanischen Sozial- und Wirtschaftsbündnisses.
Ganz zufällig wurde Michaela, Studentin der Internationalen Entwicklung, auf die JEP Präsentation zum Thema „Think-Tanks und Entwicklung“ am 23. November aufmerksam.
Unter diesem Motto veranstaltete das Paulo Freire Zentrum am 3. November 2010 eine Doppel-Präsentation: Neben inhaltlichen Inputs und einer Vorschau auf die kommende Entwicklungstagung 2011 präsentierten Jungforscher im Rahmen der Publikation „Facetten der Umweltkrise“ ihre Ergebnisse.
Die österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung lud am 17. November 2010 alle Interessierten ein, um zum Thema „Neue Entwicklungsagenda und die Rolle von Budgethilfe“ zu diskutieren.
Ob Gender in der österreichischen und internationalen Klimadebatte ein Demokratieproblem sei – dieser Frage widmeten sich die ReferentInnen des Podiums bei der Veranstaltung „Klimaschutz braucht Frauenpower: Die Rolle der Frauen in der Klimapolitik“.
Geschlechtsspezifische Unterschiede sind bisher in internationalen Klimadebatten nur am Rande berücksichtigt worden. In der von CARE Österreich und dem Klimabündnis organisierten Veranstaltung diskutierten ExpertInnen über Klimawandel und Klimapolitik aus einer weiblichen Perspektive.
Am 10. November wurde im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten das neu erschienene Buch „Nachbar Afrika“ präsentiert. Die HerausgeberInnen Georg Lennkh und Irene Freudenschuss-Reichl wollen damit den Blick auf die neue Dynamik am Nachbarkontinent Afrika lenken.
Welche Entwicklungsstrategie ist heute für Afrika angebracht? Kandeh K. Yumkella, Generaldirektor der UNIDO, plädiert im Sammelband „Nachbar Afrika – Dimensionen eines Kontinents“ für eine Entwicklungsstrategie, die auf integrierte Wertschöpfungsketten setzt.