Vielfalt der Kulturen - ungleiche Stadt

article_868_logo_ungleichevielfalt_150.jpg Ein transdisziplinäres Forschungsprojekt über Stadtentwicklung, sozialen Zusammenhalt und Transkulturalität.

Seit drei Jahren arbeiten Paulo Freire Zentrum, WU Wien und Kooperative Mittelschule 18 im Projekt Hauptschule trifft Hochschule zusammen. Aus dieser erfolgreichen Kooperation entstand nun 2010 im Rahmen der Förderschiene "Sparkling Science" des Wissenschaftsministeriums ein neues Projekt unter dem Titel "Vielfalt der Kulturen - ungleiche Stadt". Für dieses Projekt wurde eine eigene Website eingerichtet: www.ungleichevielfalt.at. 


Die Stadt ist ein Ort, wo zahlreiche unterschiedliche Kulturen und soziale Schichten aufeinander treffen. Türkische, serbische und österreichische Kinder teilen nicht selten in Wien das Klassenzimmer miteinander und sind auch in ihrem außerschulischen Leben mit kultureller Vielfalt konfrontiert. Soziale Ungleichheiten, wie Hürden bei der Schulaufnahme oder Arbeitslosigkeit der Eltern, spielen eine zentrale Rolle in ihrem Leben. Vielfalt der Kulturen ungleiche Stadt stellt die Frage, wie gerade Kinder und Jugendliche diese kulturelle Vielfalt und soziale Ungleichheit erleben. Im ersten Jahr wird das Thema Mobilität im Mittelpunkt stehen, für das zweite Jahr wird gemeinsam ein Themenfeld ausgewählt. Im Mittelpunkt des Projektes stehen die persönlichen Erfahrungen der SchülerInnen selbst. Ihr Denken und Handeln soll erfasst werden und ist Ausgangspunkt aller weiteren Forschungen. Wo bewegen sich Mädchen und Burschen in der Stadt? Welche Institutionen fördern oder behindern ihre Entwicklung? Welche Barrieren stehen ihnen im Weg und welche Brücken zwischen verschiedenen Lebensumfeldern können sie bauen?

Beteiligte Schulen
    KMS 18, Wien
    BG Wien 18, Wien
    O Aleksa antic, Seanj, Serbien
    Istanbul Lisesi, Caalolu/Istanbul, Türkei

Die Wiener Schulen werden direkt mit der Wirtschaftsuniversität Wien im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen von März bis Juni 2010 und von März bis Juni 2011 zusammenarbeiten. Innerhalb dieser zwei Lehrveranstaltungen werden sich Gruppen (so genannte Forschungsteams), bestehend aus 3-4 Studierenden und ca. ebenso vielen SchülerInnen der Wiener Schulen, bilden, in denen zu eigenen Forschungsthemen zum Jahresthema Mobilität gearbeitet wird. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise mit den SchülerInnen der KMS 18 zum Jahresthema Dialog und Konflikt der Kulturen Forschungsthemen wie Religion oder Mehrsprachigkeit bearbeitet.

Die Zusammenarbeit mit den ausländischen Schulen gestaltet sich auf andere Weise. Die Schulen in Serbien und der Türkei sollen zu denselben Forschungsthemen, jedoch an ihr Lebensumfeld angepasst, arbeiten und erhalten in Folge methodische Unterstützung in Form eines Handbuchs für LehrerInnen. Ebenso wird es eine Internet-Plattform geben, über die SchülerInnen, LehrerInnen und StudentInnen aller vier Schulen miteinander in Kontakt stehen und Ergebnisse austauschen können. 

Kurzfassung+Projektdarstellung.pdf  (116.71 KB) 
Serbisch_Prevod.pdf  (148.01 KB) 
Kueltuerlerin cesitliligi.pdf  (187.98 KB) 

Working Paper des Instituts für Internationale Entwicklung (IE)


gefördert von


sparklinglogo_mit_bmwf_72rgb.JPG