Nachtagung zur Vierten Entwicklungstagung

Am 11. November 2009 findet die Nachtagung zur Vierten Entwicklungstagung unter dem Titel Klima in der Krise - Last Exit Copenhagen in Kooperation mit der Allianz Klimagerechtigkeit statt. 

Ort
:
Institut für Umwelt, Friede und Entwicklung, Tivoligasse 73, 1120 Wien

Termin:
Mi., 11. November 2009

Veranstalter:    

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Ziele
:

(1) verstärktes Bewusstsein und differenzierteres Verständnis
- für die Themenbereiche "Klimawandel und Armut" sowie "Klimawandel und Gender";
- für Lösungsansätze in den Bereichen Klimawandelanpassung und Katastrophenvorsorge im Kontext der laufenden Klimaverhandlungen.
(2) Informationsaustausch zwischen Mitgliedern der österreichischen Kopenhagen-Delegation und der Zivilgesellschaft

Zielgruppen:
EntscheidungsträgerInnen,  VertreterInnen aus Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs sowie die politisch interessierte Öffentlichkeit.

Anmeldung bereits geschlossen!
Wir freuen uns über das rege Interesse an der Veranstaltung, müssen nun aber leider bekannt geben, dass die Räumlichkeiten keine weiteren Anmeldungen mehr erlauben.




Klima in der Krise - Last Exit Copenhagen

Die Auswirkungen des Klimawandels haben Konsequenzen auf zentrale Felder der Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe (z.B. Nahrungsmittelsicherheit, Wasserversorgung, Ausbreitung von Krankheiten, Geschlechtergerechtigkeit, Konflikte, verstärkte Migration, Sicherheit). Der Umgang mit den Auswirkungen und die Anpassung an den Klimawandel auch im Rahmen entwicklungspolitischer und humanitärer Maßnahmen rücken zunehmend ins Zentrum der internationalen Klimaverhandlungen und Fachdiskussionen.

Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 soll ein wegweisendes Klima-Abkommen für das nächste Jahrzehnt abgeschlossen werden. Dieses Abkommen muss neben verbindlichen Zusagen für Klimaschutz - insbesondere eine Senkung des CO2-Ausstosses - und für Transfer umweltfreundlicher Technologien die notwendige Unterstützung für Anpassungen an die Auswirkungen des Klimawandels, die nicht mehr verhindert werden können, bereitstellen.

Die Verhandlungen zwischen den 192 Vertragsparteien gestalten sich als äußerst schwierig: Zum einen wird heftig debattiert, welche Länder ihren Treibhausgasausstoß senken müssen. Gefragt sind dabei vor allem die USA, Europa und Japan, aber auch die Schwellenländer China, Indien und Brasilien, die 75 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verursachen. Zum anderen fordern Entwicklungsländer, dass Industriestaaten für die Auswirkungen des Klimawandels finanziell aufkommen müssen. Die Höhe der Forderungen für Klimawandelanpassungsmaßnahmen und Katastrophenvorsorge variiert zwischen 25 und 85 Milliarden US-Dollar pro Jahr.

Reiche Industrieländer wie Österreich haben im Zusammenhang mit dem Klimawandel eine besondere Verantwortung: Einerseits muss Österreich in Sachen Treibhausgas-Reduktion nach dem Verursacherprinzip eine Vorreiterrolle einnehmen. Andererseits liegt es auch in der Verantwortung Österreichs, die durch den Klimawandel entstandenen Schäden für die ärmsten Länder und Bevölkerungsgruppen der Welt zu kompensieren und sie durch Katastrophenvorsorge, Katastrophenhilfe, und Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Diese Veranstaltung, die an die österreichische Entwicklungstagung 2008 zu Wachstum, Umwelt und Entwicklung anknüpft, richtet sich an Entscheidungsträger/innen, Vertreter/innen aus Medien, Wirtschaft, Wissenschaft und NROs sowie an die politisch interessierte Öffentlichkeit.



 

Programm:

 

VORMITTAG

9.00 9.10
Kurzvideo: Auswirkungen des Klimawandels

9.10 9.40
Eröffnung durch Bundesminister Niki Berlakovich

Einleitung Gerald Faschingeder (Paulo Freire Zentrum)
& Josefa Molitor-Ruckenbauer (KOO / Allianz Klimagerechtigkeit)

9.40 10.30
Neues vom Klima
Helga Kromp-Kolb / Universität für Bodenkultur

10.30 11.00
Kaffeepause

11.00 11.30
Klimawandelanpassung Konzepte und Debatten
Sven Harmeling / Germanwatch

11.30 12.30
Case Studies:

1. Community based adaptation in Bangladesh
Andreas Zahner / Care Österreich

2. Katastrophenvorsorge in Mosambik
Sonja Greiner / Österreichisches Rotes Kreuz


12.30 14.00
Mittagessen

 

NACHMITTAG

14.00 15.30
Ziele und aktueller Stand der Klimaverhandlungen
Helmut Hojesky / Lebensministerium, Leiter der österr. Delegation in Kopenhagen

Kommentare:
Franz Breitwieser / BMeiA
Elisabeth Vitzthum / BMF Abteilung III/2 - Internationale Wirtschaftspolitik
Max Santner
/ AG Globale Verantwortung
Andreas Novy / Institut für Regional- und Umweltwirtschaft, WU Wien

Diskussion

15.30 16.00
Kaffeepause


16.00 17.00
Politische Strategien in der Umsetzung 

Christiane Brunner / Umweltsprecherin der Grünen im Nationalrat
Petra Bayr / Umweltsprecherin der SPÖ im Nationalrat
Franz Glaser / entwicklungspolitischer Sprecher der ÖVP im Nationalrat
Manuel Graf / GLOBAL 2000
Dieter Drexel  / IV - Industriellen Vereinigung


Diskussion

Schlusswort

 

Moderation der gesamten Tagung: Corinna Milborn



 

Wer ist die Allianz Klimagerechtigkeit?

 Die Allianz für Klimagerechtigkeit dient als dauerhafte Themenplattform österreichischer Nichtregierungsorganisationen (NROs), die in den Bereichen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit (EZA), Soziales und  Humanitäre Hilfe tätig sind. Sie setzt sich für mehr Klimaschutz in Österreich und für internationale  Klimagerechtigkeit ein und will Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Klima und Entwicklung bei  der breiten Öffentlichkeit, Meinungsbildner/-innen, Behörden und Entscheidungsträger/-innen schaffen.

Mitgliedsorganisationen: AG Globale Verantwortung, Arche Noah, ARGE Weltläden, Ärzte und Ärztinnen für eine gesunde Umwelt, Dreikönigsaktion der katholischen Jungschar, CARE Österreich, GLOBAL 2000, Greenpeace Österreich, HORIZONT3000, Institut für Umwelt-Friede-Entwicklung, Klimabündnis Österreich, Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz f. internationale Entwicklung und Mission (KOO), Naturfreunde Internationale, Respect, Worldwide Fund for Nature Österreich (WWF), Ökobüro, Ökosoziales Forum Österreich, Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK), ÖIE Kärnten, Bündnis Eine Welt.

 



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Sidebar - Entwicklungstagung

TrägerInnen der Entwicklungstagung

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