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Die Pädagogik der Wirtschaftskrise

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Zeit: Do., 14. Mai 2009, 19.30 Uhr
Ort: WUK (Projektraum), Währingerstr. 59, 1090 Wien


Was bedeutet emanzipatorische Bildung angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise? Muss heute anders gelernt werden? Oder sollte anderes gelehrt werden? Sind Rückgriffe auf Konzepte der Volksbildung der 1930er Jahre angebracht, die bekanntlich ebenfalls von großen Krisen gekennzeichnet waren? Oder braucht es neue Konzepte, neue Inhalte, neue Formen des Lernens und Lehrens?

Nicht erst, wenn der Kapitalismus ächzt und große Rettungsprogramme für Banken und Staatsbudgets unternommen werden, ist es an der Zeit, grundsätzliche Fragen an das System zu stellen: Braucht es ein anderes Wirtschaften? Stellt Solidarökonomie eine gangbare Alternative in diesen bewegten Zeiten dar?

Wenn nun aber das Lernen und das Wirtschaften angesprochen sind, stellt sich die Frage, ob und wie diese beiden Formen anthropologischen Seins miteinander verbunden sind: Kann eine Krise Lernanlass sein? Oder hindert sie vielmehr am Lernen?

Paulo Freire hat seinen Büchern immer sehr klare Titel gegeben: "Pädagogik der Unterdrückten", "Pädagogik der Hoffnung", "Pädagogik der Empörung", "Pädagogik der Stadt" und zuletzt "Pädagogik der Autonomie". An diese Tradition wollen wir mit einem Abend unter dem Titel "Pädagogik der Wirtschaftskrise" anschließen. Wir denken, dass eine "Pädagogik der Wirtschaftskrise" gleichzeitig auch eine "Pädagogik der Hoffnung, der Empörung und der Autonomie"sein sollte. Näheres ist zu diskutieren.

Dieser Abend ist auch die fünfte Geburtstagsfeier des Paulo Freire Zentrums, das 2004 gegründet wurde. Deshalb gibt es im Anschluss an die Veranstaltung einen kleinen Umtrunk.


Zeit und Ort:

Do., 14. Mai 2009, 19.30 Uhr
WUK (Projektraum), Währingerstr. 59, 1090 Wien


Programm:

Vortrag von

- Paul Singer
brasilianischer Staatssekretär für Solidarökonomie

- Kathrin Niedermoser
Jugendreferentin der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier)

Moderation: Gerald Faschingeder
Direktor des Paulo Freire Zentrums

 

ReferentInnen:


 Singer_W150c_1.jpg Paul Singer wurde in Wien geboren und emigrierte in Kindesjahren mit seiner Familie auf der Flucht vor den NationalsozialistInnen nach Brasilien, wo er in den 1960er Jahren in São Paulo Wirtschaftswissenschaften studierte. Er ist Professor für Soziologie und Makroökonomie an die Universität von São Paulo und war zwischen 1989 und 1992 Planungsstadtrat von São Paulo.

Heute ist er Staatssekretär für Solidarische Ökonomie im brasilianischen Arbeitsministerium.

 KahtrinNiedermoser_1.jpg Kathrin Niedermoser ist in Tirol als Kind einer allein erziehenden Arbeiterin aufgewachsen und hat in Salzburg und Wien Politikwissenschaft studiert. Sie ist Jugendreferentin der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) und arbeitet zu gesellschaftspolitischen Themen wie Bildung, Genderpolitik und Antirassismus.
Seit Jahren zeigt sie Engagement in sozialen (Protest) Bewegungen, derzeit im Bündnis "Wir zahlen nicht für eure Krise".

 gerald_faschingeder_1.jpg

 

Gerald Faschingeder ist Direktor des Paulo Freire Zentrums, Geschäftsführer des Mattersburger Kreises für Entwicklungspolitik an den Österreichischen Universitäten und Koordinator der Österreichischen Entwicklungstagungen. Seit 2004 Lehrbeauftragter am Projekt Internationale Entwicklung der Universität Wien im Bereich Kultur und Entwicklung. 




Zum Bericht der Veranstaltung:

Pädagogik der Wirtschaftskrise – das Paulo Freire Zentrum wird fünf

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