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Zeit: Do., 14. Mai 2009, 19.30 Uhr
Nicht erst, wenn der Kapitalismus ächzt und große Rettungsprogramme für Banken und Staatsbudgets unternommen werden, ist es an der Zeit, grundsätzliche Fragen an das System zu stellen: Braucht es ein anderes Wirtschaften? Stellt Solidarökonomie eine gangbare Alternative in diesen bewegten Zeiten dar? Wenn nun aber das Lernen und das Wirtschaften angesprochen sind, stellt sich die Frage, ob und wie diese beiden Formen anthropologischen Seins miteinander verbunden sind: Kann eine Krise Lernanlass sein? Oder hindert sie vielmehr am Lernen?
Paulo Freire hat seinen Büchern immer sehr klare Titel gegeben: "Pädagogik der Unterdrückten", "Pädagogik der Hoffnung", "Pädagogik der Empörung", "Pädagogik der Stadt" und zuletzt "Pädagogik der Autonomie". An diese Tradition wollen wir mit einem Abend unter dem Titel "Pädagogik der Wirtschaftskrise" anschließen. Wir denken, dass eine "Pädagogik der Wirtschaftskrise" gleichzeitig auch eine "Pädagogik der Hoffnung, der Empörung und der Autonomie"sein sollte. Näheres ist zu diskutieren.
Dieser Abend ist auch die fünfte Geburtstagsfeier des Paulo Freire Zentrums, das 2004 gegründet wurde. Deshalb gibt es im Anschluss an die Veranstaltung einen kleinen Umtrunk.
Zeit und Ort:
Programm:
- Paul Singer
- Kathrin Niedermoser
Moderation: Gerald Faschingeder
ReferentInnen:
Heute ist er Staatssekretär für Solidarische Ökonomie im brasilianischen Arbeitsministerium.
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