Hier finden sich Links zu den bisher auf dieser Website publizierten Berichten zum Projekt "Hauptschule trifft Hochschule":
+ HauptschülerInnen beginnen zu forschen
+ Konflikt oder Dialog der Kulturen? (II)
+ Konflikt oder Dialog der Kulturen? (I)
+ "In eine andere Sozialstruktur hineinschnuppern"
+ Konflikt oder Dialog der Kulturen?
+ Hauptschule und Hochschule – eine Begegnung
+ Ein ungewöhnliches Forschungsteam
+ “Girls“ auf der Suche nach Kultur
+ Vorteil Mehrsprachigkeit?
Theorie-Reader zur Lehrveranstaltung:
Dialog oder Konflikt der Kulturen. Aktion & Reflexion_Heft_1.pdf (230.90 KB)
Methodologie transdisziplinärer Entwicklungsforschung. Aktion & Reflexion_ Heft_2.pdf (772.47 KB)
Dieser beiden Reader sind die ersten Titel der Reihe "Aktion & Reflexion. Texte zur transdisziplinären Entwicklungsforschung und Bildung"
Fremde Heimat - Widerspruch oder Realität?
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Annemarie Filous hat in dem Projekt "Hauptschule trifft Hochschule" mitgearbeitet und ihre Diplomarbeit unter dem Titel "Fremde Heimat - Widerspruch oder Realität?" verfasst. Darin diskutiert sie das Heimatverständnis von SchülerInnen nicht-deutscher Muttersprache am Beispiel eines Schülers der KMS 18.
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Beinahe täglich werden wir mit Wörtern wie Heimat oder Fremde konfrontiert, jedeR kennt und verwendet sie. Aber was genau bedeuten diese unterschiedlichen Begriffe, vor allem für die/den EinzelneN? Diese Frage scheint leicht zu beantworten, doch muss man oft feststellen, dass es keine einheitliche Definition gibt. Die Autorin Annemarie Filous beschäftigt sich mit dem qualitativen Erforschen und Herausarbeiten von unterschiedlichen Dimensionen, Aspekten, Definitionsvarianten und Gestaltungsmöglichkeiten von Heimat und Fremde zuerst auf theoretische Weise, wobei auch die Wandelbarkeit der Definitionen behandelt wird. Anschließend erforscht sie das Heimatverständnis sowie die Existenz einer fremden Heimat mittels Durchführung und Interpretation eines narrativen Interviews mit einem Schüler nicht-deutscher Muttersprache. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Wirtschafts- und SozialwissenschaftlerInnen, politische Entscheidungs- trägerInnen, Studierende, PädagogInnen sowie an andere,an diesem Thema interessierte LeserInnen.
Das Buch ist unter anderem hier zu bestellen.
Zwei Welten in einer Stadt
Die Kernidee, die die Schulleiterin Erika Tiefenbacher mit Andreas Novy, wissenschaftlicher Leiter des Paulo Freire Zentrums, und Lukas Lengauer von der Wirtschaftsuniversität Wien teilen, ist, dass Brückenbauen möglich ist. Wohl haben Kinder von ÄrztInnen und AnwältInnen meist eine andere Zukunft als Kinder von HilfsarbeiterInnen und MigrantInnen. Doch trotzdem sind beide miteinander verbunden. Auch vermeintlich so getrennte Welten wie Hauptschule und Hochschule können miteinander arbeiten und voneinander lernen. Ausgangspunkt von „Hauptschule trifft Hochschule“ sind die vor unserer Haustür erlebbaren Widersprüche der Weltentwicklung: Armut und Reichtum, Spitzenforschung und Analphabetentum, die Welt als globales Dorf und die Segregation von Klassen und Kulturen.
HauptschülerInnen beginnen zu forschen
Der brasilianische Befreiungspädagoge Paulo Freire vertrat die Ansicht, dass Forschen eine Grundfähigkeit aller Menschen ist. Neugier ist ein wesentlicher Antrieb wissenschaftlichen Arbeitens, aber auch eine Schlüsselkompetenz in der Wissensgesellschaft. Erfahrung ist eine weitere Quelle von Wissen, die beim universitären Lernen unterschätzt wird. Im Rahmen von „Hauptschule trifft Hochschule“ bilden Studierende und SchülerInnen Gruppen, in denen sie gemeinsam Phänomene identifizieren, mit denen sie sich vertieft beschäftigen wollen. Die Seminar- und SchulleiterInnen geben ein Generalthema vor: Zum Beispiel „Fremde Heimat“ oder „Konflikt und Dialog der Kulturen“; die Studierenden suchen dann im Rahmen dieses Überthemas gemeinsam mit SchülerInnen ihr Seminarthema, an dem sie ein Semester lang arbeiten. Die Studierende erwerben theoretische und methodische Grundkenntnisse, die sie einbringen. Die SchülerInnen bringen ihre Erfahrungen ein. Gerade auf dem Gebiet von vor Ort erlebten Widersprüchen der Weltentwicklung sind HauptschülerInnen Alltags-ExpertInnen. Sie verfügen über ein Wissen, das im Rahmen von „Hauptschule trifft Hochschule“ systematisch genutzt wird.
Zur Website der KMS18 und ihrer Berichterstattung über das Projekt "Hauptschule trifft Hochschule".
StudentInnen und HauptschülerInnen lernen von- und miteinander. Das Paulo Freire Zentrum initiierte ein nicht alltägliches Lernexperiment, das mit dem 






