Bildung auf der Flucht.

15.10.2015 |
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Migration, Bildung und die neuen UN-Sustainable development Goals.

Zeit: Do., 10. Dez. 2015, 17.00 Uhr
Ort: WienXtra - Institut für Freizeitpädagogik, Seminarraum 1, Albertgasse 35, 1080 Wien

Eine Veranstaltung der Plattform Globale Bildungsgerechtigkeit.

Hier gehts zum Veranstaltungsbericht!

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1624706521085228/


Europa ist diesen Herbst von der Flüchtlingsfrage geprägt wie kaum zuvor. Während über eine Million SchülerInnen in Österreich routinemäßig ins Schuljahr starteten, überschritten täglich Hunderte Flüchtlinge die Grenzen. Für die Kinder und Jugendlichen darunter war und ist unklar, in welcher Art und Weise ihr Recht auf Bildung auch auf der Flucht Gültigkeit besitzt. Das zuständige Ministerium spricht davon, dass von den 5.000 schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen bereits 4.000 im Regelschulsystem erfasst seien (Stand 1. Sept. 2015).

Stimmt dies auch noch Anfang Dezember? Und bedeutet diese "Erfassung" auch, dass ein Unterricht von Qualität garantiert ist? Eigentlich bräuchten gerade Flüchtlingskinder eine muttersprachliche Begleitung und ein kulturell verständnisvolles Umfeld, um gut lernen zu können. Auf welche Bildung haben Jugendliche nach Ende ihrer Schulpflicht Aussicht? Wo es doch oft heißt, dass Bildung ein Schlüssel zur Integration sei...

Diese Veranstaltung stellt diese aktuellen österreichischen Perspektiven in Bezug zu globalen Prozessen: Ende September wurden beim Gipfel der Vereinten Nationen in New York die Sustainable Development Goals verabschiedet. Punkt 4 der insgesamt 17 Ziele spricht die Frage der Bildung an: Österreich wie auch die Weltgemeinschaft haben sich zum Ziel gesetzt, "Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung [zu] gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle [zu] fördern". Bildung für alle - also auch für Flüchtlinge im Österreich des Jahres 2015?

Die Youth Delegate der Österreichischen Bundesjugendvertretung, Julia Rainer, war bei den Debatten beim UN-Gipfel in New York dabei und wird von den Schwerpunkten Flucht & Migration, Bildung und Nachhaltigkeit berichten. Was aber bedeuten die globalen Debatten für Österreichs Bildungs- und Integrationspolitik?


Leitfragen

- Wie sind die Bildungsangebote für Flüchtlinge hinsichtlich Qualität und Reichweite in Österreich heute einzuschätzen?
- Mit welchen Bildungs-Vorerfahrungen kommen Flüchtlinge nach Österreich? Haben wir es mit der "bestqualifiziertesten Migration seit Jahrzehnten" oder mit "Bildungshabenichtsen" zu tun?
- Welche Verpflichtungen entstehen für Österreich aus den SDGs?
- Welche konkreten Maßnahmen sind nun im Bereich Bildung und Flüchtlinge umzusetzen?

Key note: Julia Rainer, Austrian UN Youth Delegate bei der Vollversammlung der UNO in New York im Sept. 2015

Podium mit:
- Terezija Stoisits, Flüchtlingskoordinatorin für Schulen im BMBF
- Azra Bajrica, PROSA - Schule für alle (Bildungsinitiative für Flüchtlinge)
- Julia Rainer, Austrian UN Youth Delegate
- Wissam Alhawi, Graphik Designer aus Damaskus, lebt als anerkannter Flüchtling seit 3 Jahren in Wien

Moderation: Johanna Mang, Licht für die Welt

Die Plattform "Globale Bildungsgerechtigkeit" versteht sich als offener Zusammenschluss österreichischer Organisationen, die sich für Bildungsgerechtigkeit in globaler Perspektive einsetzen. Getragen wird sie derzeit von: Südwind-Agentur, Bundesjugendvertretung, Jugend Eine Welt, Kindernothilfe Österreich, Licht für die Welt, ÖFSE, Paulo Freire Zentrum.


VerantstalerInnen:
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Bild: Refugee Welcome Center Hamburg

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