Das Programm





umbruch aufbruch

6. ÖSTERREICHISCHE ENTWICKLUNGSTAGUNG

14.-16. November 2014, NAWI, Universität Salzburg, Hellbrunnerstraße 34





Here you find the program in English.

Die online-Anmeldung ist leider nicht mehr möglich. Sie können sich aber gern vor Ort beim Check-In anmelden und den Teilnahmebeitrag bar zahlen.


FREITAG 14. November
17.00-20.00 Uhr

Welt im Umbruch. Die Krise im Zentrum und der Aufstieg der BRICS-Staaten

Die Welt ist im Umbruch, kein Zweifel. Dies wirft weitreichende und viel diskutierte Fragen auf: Welche Umbrüche werden die globalen Verhältnisse grundlegend verändern, wie und mit welchen Konsequenzen? Neben Weltwirtschaftskrise, globale Migration und Klimakrise sind es neue soziale Kämpfe, die globale Aufmerksamkeit erlangen.
An diesem "Abend der Analyse" werden blitzlichtartig einige Beispiele dieser neuen Komplexität globaler Entwicklung dargestellt. Es soll ein Mosaik unterschiedlicher Dynamiken entstehen, das Einblicke in die gegenwärtigen Entwicklungsprozesse und ihre Widersprüche ermöglicht und so beispielhaft die Komplexität heutiger globaler Entwicklungen darstellt.
Die folgenden vier Betrachtungsfelder stehen im Fokus. Die Statements sollen aber auch die Schnittstellen zwischen ihnen sowie die übergreifenden Themenfelder Gender und Migration behandeln.

17.00 Uhr: Eröffnung, Begrüßung

Sylvia Hahn, Vizerektorin der Universität Salzburg
Karin Dollinger, Gemeinderätin, in Vertretung von Bürgermeister Heinz Schaden, Stadt Salzburg
Martina Berthold
, Salzburger Landesregierung

Peter Launsky-Tieffenthal, Leiter der Sektion VII - Entwicklungszusammenarbeit sowie Kooperation mit den Mittel- und Osteuropäischen Staaten im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA)
im Interview mit Irmgard Kirchner (Südwind Magazin)

17.30 Uhr: Eröffnungsvortrag von Susanne Scholl, Journalistin:
Welt im Umbruch. Bewegungen in der neuen Geographie der Macht.

18.15 Uhr: anschließend: Blitzlichter des Umbruchs
Nach dem Überblick im Eröffnungsvortrag über die großen Linien der jüngsten Veränderungen werden blitzlichtartig mehrere Aktionsfelder kurz beleuchtet:

  • Demokratie, Zivilgesellschaft, soziale Bewegungen und Politikentwicklung
    Erleben wir derzeit bspw. mit der occupy-Bewegung und dem "Arabischen Frühling" einen neuen Schub an Demokratisierung? Wie sind die jüngeren sozialen Bewegungen einzuordnen? Haben sich die Gesichter der Zivilgesellschaft verändert? Oder aber hat sich nur die Wahrnehmung des Themas Zivilgesellschaft verändert? Inwieweit hilft uns das westlich geprägte liberal-demokratische Modell von Zivilgesellschaft, Transformationsprozesse z.B. in Ländern des globa-len Südens zu verstehen? Wo stößt die Idee von Zivilgesellschaft an Erklärungsgrenzen?
    Wolfram Schaffar (Internationale Entwicklung, Univ. Wien)
  • Konflikte, Kriege & Gewalt
    Der Syrienkonflikt ist nur einer von mehreren Schauplätzen, die zeigen, dass die aktuelle Welt-ordnung keine friedliche ist. Wie haben sich Konfliktmuster in der jüngsten Zeit verändert? Welche Rolle spielen dabei aktuelle "Umbrüche" der Weltwirtschaft, politische Machtverhältnisse und so-ziale Kämpfe, Migration oder auch ökologische Grenzen des Wachstums?
    Samia al Botmeh
    (BirZeit Univ., Ramallah)
  • Ökonomie, Wohlstand & Armut
    Der Aufstieg der BRICS-Staaten wie auch die Krise in Südeuropa verändern die Landkarte der Verteilung von Reichtum und Armut. Wie wirken sich aktuelle Veränderungen der ökonomischen Verhältnisse auf Wohlstandsentwicklungen sowie neue Formen von Armut aus? Welchen Ent-wicklungsmodellen und Paradigmen folgt die globale politische Ökonomie? Welche Vor-stellungen und Forderungen setzen soziale Bewegungen dem entgegen?
    Christa Wichterich
    (Uni Kassel, Geschlechterpolitik)
  • Ökologie, Klima & Energie
    Der Peak-Oil wie der Peak-Everything nähern sich, während die globale Temperaturerwärmung unumkehrbar scheint. Während "Nachhaltigkeit" zum allgegenwärtigen Gütekriterium und Entwicklungsparadigma erhoben wird und gleichzeitig einem dominanten Modernisierungsstreben gegenübersteht, gelangen die Klimakonferenzen weiterhin zu keinem Durchbruch. Welche Positionen zu Energie- und Klimafragen stoßen in der globalen Arena zusammen? Wie lassen sich die Zusammenhänge von ökologischer, ökonomischer und sozialer Nachhaltigkeit fassen?
    Brian Ashley (Alternative Information Development Center - AIDC, South Africa)


Moderation: Andreas Novy (GBW, WU)

20.00 Uhr: Buffet



SAMSTAG, 15. NOVEMBER
09.00-18.30 Uhr, anschließend Fest:

Die Entwicklungslandschaft im Umbruch.

Welche Agenden werden in der Entwicklungspolitik heute debattiert? Was bestimmt die Struktur der Entwicklungsarbeit und die Rolle der verschiedenen AkteurInnen darin? Diesen Fragen soll an diesem "Tag der Diskurse" nachgegangen werden. Die Diskussion kreist zum einen um die breit konsensfähigen Millennium Development Goals (MDG) und dem dahinter stehenden Capability Approach von Amartya Sen wie auch den Sustainable Development Goals (SDG). In der akademischen Diskussion und vielfältigen Basisinitiativen irritieren hingegen diverse Forderungen nach einem Ende von "Entwicklung" als abendländischem Herrschaftskonzept den entwicklungspolitischen Mainstream.
Gleichzeitig verändert sich auch die Agenda der Entwicklungszusammenarbeit. Gab es in den letzten Jahrzehnten den Versuch, Entwicklungshilfe durch Partnerschaft und Entwicklungszusammenarbeit zu ersetzen, haben in den letzten Jahren Ansätze an Bedeutung gewonnen, die im Ökonomischen die Bedeutung des Privatsektors und im Sozialen die Bedeutung von humanitärer Hilfe stärken wollen. Entwicklungspolitische Organisationen sind gefordert, ihre Rolle neu zu definieren.

9.00 Uhr: Intro

Morgenbegrüßung: Amelie Höring, Vorsitzende des entwicklungspolitischen Beirates des Landes Salzburg

9.15 Uhr: Die neue Entwicklungsagenda
Überblicksvortrag von Jens Martens (Global Policy Forum, Bonn)

In diesem Vortrag wird die Agenda der Entwicklungspolitik heute benannt. Wie haben sich Diskurse, wie hat sich aber auch die Landschaft der AkteurInnen verändert?

Kommentar von Elfi A. More (Umweltministerium):
Nachhaltigkeit und Post-2015/SDG.

10.00 Uhr: Beiträge zu alternativen Entwicklungskonzepten:

  • Postdevelopment, Buen Vivir & Gutes Leben: Pablo Solon (Focus on the Global South, Bolivien/Philippinen/Thailand)
  • Feministische Entwicklungskritik & Perspektiven: Diane Elson (Universität Essex)
Moderation: Annelies Vilim (AG Globale Verantwortung)
10.30 Uhr: Pause

11.00 Uhr: Aktuelle Herausforderungen für die Entwicklungspolitik. Ein Round-Table mit policy-AkteurInnen.

Teil 1:

  • Werner Fasslabend, AIES (Entwicklungspolitik und Sicherheitspolitik)
  • Tanja Windbüchler, epol. Sprecherin der Grünen im NR (Gutes Leben)
  • Franz-Joseph Huainigg, epol. Sprecher der ÖVP im NR (Inklusion & Entwicklung)

Teil 2:
  • Robert Zeiner, ADA (Privatsektor als neuer Akteur der Entwicklungspolitik)
  • Heinz Hödl, CIDSE (Armut & Hunger)
  • Petra Bayr, epol. Sprecherin der SPÖ im NR (Internat.-Parlamentarische Perspektive)

Moderation: Andreas Obrecht (KEF - Kommission für Entwicklungsforschung)


13.00 Uhr: Mittagspause & -essen


NACHMITTAG: Foren & Workshops

14.30 - 18.30h: Arbeitsphase, inkl. halber Stunde Kaffeepause

Parallel zueinander werden zwei kleinteilige Arbeitsformen angeboten: Foren spiegeln die großen Themen der Tagung wieder und setzen den roten Faden fort. Workshops ergänzen diese im Hinblick auf die Vielfalt der Entwicklungspolitik.

Foren:

  1. Post 2015: A global master plan to sustainability and a good life for all? KEINE ANMELUND MEHR MÖGLICH!
    With Brian Ashley (Alternative Information and Development Centre), Petra Bayr (Member of Austrian Parliament), Jens Martens (Globale Policy Forum), Elfi A. More (Ministry of Agriculture, Forestry, Environment and Water Management) and Pablo Solon (Focus on the Global South. In englisch without translation.
    in cooperation with Karl-Renner-Institut; Coordinated by Daniel Bacher (DKA) and Jakob Mussil (AG Globale Verantwortung).
    HS 414, 1. Stock 

  2. Migrant_innen als Entwicklungsakteure
    mit Petra Dannecker (Institut für Internationale Entwicklung, Universität Wien), Marion Noack (ICMPD), Michael Fanizadeh (VIDC), Alexis Nshimyimana Neuberg (Afrika Vernetzungsplattform), Mariam Diakité (Verein der Afrikanischen StudentInnen), Marlene Keusch (tbc), Johanna Maria Mejía Sanchez (Amalena)
    koordiniert von Michael Fanizadeh (VIDC) und Stefan Grasgruber-Kerl (SWA). In german and discussion in german & english without translation.
    HS 421, 2. Stock

  3. The Private Sector as a Target and Actor in Development Policy with Werner Raza (ÖFSE), Maria José Romero (EURODAD) and Gunter Schall (ADA). Probably in englisch without translation.
    HS 423, 2. Stock

  4. Social Policy and Inequality.
    with Antoinette Lombard (University of Pretoria), Janestic M. Twikirize (Makerere University) & Helmut Spitzer (Carinthia University of Applied Sciences). In englisch without translation.
    HS 436, 3. Stock

  5. Sicherheitspolitik im umBRUCH
    mit Werner Fasslabend (AIES/PolAk), Ursula Werther-Pietsch (BMEIA), Jan POSPISIL (OIIP), sowie Brigitte HOLZNER (Gender-Expertin). Koordiniert von Johannes Steiner (IUFE) und Arnold Kammel (AIES)
    HS 435, 3. Stock

  6. Feminist interventions / Feministische Interventionen
    mit Diane Elson (Uni Essex), Samantha Hargreaves (IANRA) und Christa Wichterich (Uni Kassel); in englisch with translation.
    HS 413, 1. Stock

Als Ergebnisse der Foren werden "Fragen an die neue Entwicklungsagenda" für das Plenum am Sonntag Vormittag formuliert.



Workshops:

7. Welt-Sichten re-visited. Globale Perspektiven im Umbruch.
Zentrum Theologie Interkulturell und Studium der Religionen. Mit Franz Gmainer-Pranzl (Uni Salzburg/Zentrum Theologie interkulturell) sowie Anita Rötzer und Birgit Kastner-Lindenthaler (beide Südwind Salzburg).
HS 425, 2. Stock

8. Aid industries, multiple crises, and alternative development - the case of Palestine
mit Samia al Botmeh (Univ. BirZeit) und Helmut Krieger (Internationale Entwicklung; Uni Wien); in englisch without translation.
HS 426, 2. Stock

9. Die Entwicklungszusammenarbeit auf der Anklagebank.
mit Johanna Mang (Bereichsleitung Programme & Projekte bei LICHT FÜR DIE WELT) als Richterin, Thomas Vogel (HORIZONT3000) als Verteidiger und Friedbert Ottacher (Konsulent und Lektor) als Ankläger.
HS 434, 3. Stock

10. Die Finanzialisierung der Natur und des Sozialen.
mit Brigitte Kratzwald und Magdalena Heuwieser, Project Finance & Trade Watch Österreich.
HS 411, 1. Stock

11. Nosso Jogo - Unser Spiel. Spielräume rund um die FifaWM in Brasilien erweitert?
mit Martin Kainz (Nosso Jogo/Vidc), Ute Mayrhofer (DKA/KJSÖ), Tanja Windbüchler-Souschill (Abgeordnete zum Nationalrat, Grüne)
HS 412, 1. Stock

12. Umgang mit Komplexität, Widersprüchen und Dilemmata als Themen der Bildungsarbeit / im Globalen Lernen.
mit Franz Halbartschlager und Téclaire Ngo Tam (beide Südwind Agentur)
HS 422, 2. Stock

13. Entwicklung für alle? Inklusion, Barrierefreiheit und Partizipation in der Entwicklungszusammenarbeit.
mit Magdalena Scharl (BIZEPS), Magdalena Kern (Licht für die Welt) und Joanna Kinberger (Diakonie); sowie als Ressourcepersonen: Eva Nittmann (Licht für die Welt), Johanna Mang (Licht für die Welt), Franz-Joseph Huainigg (Österr. Nationalrat)
HS 415, 1. Stock

14. Zur Entkolonisierung des Systems der EZA.
mit Hans Eder (Intersol/Salzburger Bildungswerk).
HS C3006, 3. Stock

15. "Offener Raum" zur Diskussion eines weiteren Aspekts des Tagungsthemas/ "Open Room" to discuss further aspects of the conference theme
Begleitung/Facilitation: Christiane Vossemer (Institut für Internationale Entwicklung/Uni Wien)
Seminarraum Geographie, 3. Stock


18.30 Uhr - Abendessenspause


FEST

19.30 Uhr: Kabarett und Zukunftsmusik von Georg Bauernfeind.

20.00 Uhr: Musik & Kommunikation in der NAWI-Mensa
nigrita_kl.jpg Mit Musik von Nigrita & Camillo
Mehr auf www.nigrita.net
https://www.facebook.com/mildenburgrecords




SONNTAG 16. NOVEMBER 2014
9.00-13.00 Uhr

Entwicklung im Aufbruch: für eine neue globale Verantwortung

Der Sonntagvormittag ist der "Tag der Strategie". Aufbauend auf den Vortagen geht es um zukunftsweisende Strategien gemeinsamen Handelns und das Aufzeigen einiger Praxisfelder, in denen das Denken in globalen Zusammenhängen in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein wird.
Welchen Weg könnten und sollten EntwicklungsakteurInnen inmitten dieser Themenfülle künftig beschreiten? Wie sehen Perspektiven nachhaltiger Entwicklung, die der multiplen Krise und dem "Peak Everything" Rechnung tragen, aus? Soll es weiterhin eine Entwicklungszusammenarbeit mit PartnerInnen in Schwellenländern geben? Wie können und sollten engagierten Menschen und involvierte Organisationen eine neue Form der globalen Verant-wortung wahrnehmen?

9.00 Uhr: Pablo Solon (Executive Director of the NGO Focus on the Global South, Bolivien/Philippinen/Thailand):
Die Dialektik des Aufbruchs: Das Neue entsteht, wo das Alte stirbt - neue Formen globaler Verantwortung.

Moderation: Christian Zeller (Global Studies/Uni Salzburg)

9.45 Uhr: Forum der JungforscherInnen
Zum Thema: Neue Paradigmen und Diskurse der Entwicklungsdebatte werden 4 Kurzpräsentationen zu je 10 min, 2 min Fragen stattfinden.

  • Elijah Macharia Ndung'u: "Embracing new dimensions in social development: Role of social workers in addressing trauma of poverty in Kenya"
  • Julia Schöneberg: "NGOs - Development actors as alternatives to development? Exploring alternative spaces in partnerships of international and local NGOs from a Post-Development Perspective.
    The Case of Haiti"
  • Corinna Pummer: "Reziprokes Empowerment in der Entwicklungszusammenarbeit: It takes two to tango"
  • Martin Bodenstein: "Burkinische Revolution von 1983-1987"
Moderation: Karin Fischer (Mattersburger Kreis, Uni Linz)

11.00 Uhr: Pause

11.30 Uhr: Perspektiven-Dialog
Ausgehend von den Fragestellungen aus den Foren des Vortrages, dem morgendlichen Vortrag und den Beiträgen aus dem Forum der JungforscherInnen. Als Einstieg präsentieren die ModeratorInnen der Foren jeweils eine in ihrem Forum erarbeitete oder daraus ableitbare Forderung.
Dann 3 "Plädoyers für eine neue globale Verantwortung" + Diskussion:

Johannes Trimmel (Präsident von CONCORD)
Friederike Habermann: Entwicklungskritik & Feminismus
Samantha Hargreaves (IANRA, South Africa): Ökologie im Neo-Extraktivismus - Alternativen zu einer verheerenden Ökonomie

Moderation: Christiane Vossemer (Internationale Entwicklung/Uni Wien)

13.00h: Ende



Die online-Anmeldung ist leider nicht mehr möglich. Sie können sich aber gern vor Ort beim Check-In anmelden und den Teilnahmebeitrag bar zahlen.

Nähere Informationen zu den ReferentInnen finden Sie hier!

Sidebar - Entwicklungstagung

TrägerInnen der Entwicklungstagung

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