Einer „Herrschaft des Büros” sei die Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften in Österreich verschrieben. Grund dafür: Die jahrzehntelange Tradition der Sozialpartnerschaft in Österreich. In dem hier rezensierten Buch „Betriebsratsrealitäten. Betriebliche Durchsetzungsfähigkeit von Gewerkschaften und Betriebsräten im Kontext der Globalisierung” (2010) analysieren Mario Becksteiner, Elisabeth Steinklammer und Florian Reiter die Machtpotenziale von Gewerkschaften und Betriebsräten angesichts neoliberaler Verhältnisse.
2013 wird eine neue gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) beschlossen. Das Buch „Ernährungssouveränität“, herausgegeben von Gérard Choplin, Alexandra Strickner und Aurélie Trouvé, ist ein Manifest für ein radikales Umdenken in der Agrarpolitik, das sich für eine alternative, gerechte und gesunde Form der Landwirtschaft einsetzt. Eine Rezension.
Katharina Fritsch präsentierte am 16. November 2011 in der ÖFSE-Bibliothek ihre Diplomarbeit, in der sie sich mit der Reproduktion von Machtverhältnissen durch die Praxis des Hautbleichens in Tansania beschäftigte. Der Vortrag war Teil der Reihe “Framework Gender“, die von der Frauensolidarität in Kooperation mit dem Institut für Internationale Entwicklung veranstaltet wird.
Die Ökonomin Cornelia Staritz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE), schildert im Interview die Problematik deregulierter Finanzmärkte, die vielfältigen Ursachen der derzeitigen Krise und warum wir uns gerade jetzt die Frage stellen sollen, welches Europa wir eigentlich wollen.
Der online-Feedbackbogen über die 5. österreichische Entwicklungstagung 2011 in Krems, der von 112 TeilnehmerInnen ausgefüllt wurde, brachte einige informative und aufschlussreiche Ergebnisse sowie interessante Denkanstöße für eine nächste Konferenz.
Die Fortsetzung des Vortrags von Andreas Novy drehte sich in erster Linie um die verschiedenen Formen von Staatlichkeit, die er an diversen Länderbeispielen beobachtete. Als Einleitung für die folgenden Tagungsdiskussionen, ermutigte er dazu, voneinander zu lernen und gemeinsam oder auch einzeln Gemeinwohl zu entwickeln.
Den Auftakt zur Entwicklungstagung gestaltete Andreas Novy, wobei er die zentralen Fragestellungen in den Raum warf und die Begriffe Staat, Zivilgesellschaft und Gemeinwohl vorstellte. Diese zog er an geographischen sowie thematischen Beispielen auf und betonte dabei das primäre Ziel der Tagung, nämlich Horizonte zu erweitern. Der Vortrag zum Nachlesen in 2 Teilen.
Was bleibt von der 5. Entwicklungstagung, auf der mit prominenter Besetzung zentrale Fragen der Weltentwicklung diskutiert wurden? Mit „Gemeinwohl entwickeln. Der Staat zwischen Gemeinschaft und Weltgesellschaft" wurden eine Vielzahl an Fragen aufgerissen und Widersprüche sichtbar. Was wurde gelernt? Wie geht es weiter? Versuch einer Synthese.
Zum Abschluss der Entwicklungstagung in Krems wurden am Runden Tisch unter anderem die Definition des Begriffs „Gemeinwohl“ sowie die Rolle des Staates diskutiert. Ein kontroversieller Ausklang mit klaren Standpunkten und offenen Fragen.
Einen geografisch weiten Bogen spannten die fünf Präsentationen der JungforscherInnen am letzten Tag der diesjährigen Entwicklungstagung und nahmen das Publikum mit auf eine Reise von Südamerika bis nach Afrika.